Jahrespressekonferenz
IG Metall Küste mit Rekordwert bei Neuaufnahmen

Ein Blick auf Mitgliederentwicklung aus 2023 und aktuelle betriebliche Themen aus der Jahrespressekonferenz.

31. Januar 202431. 1. 2024


  • Fast 13.000 Menschen traten 2023 der Gewerkschaft bei / Mitgliederentwicklung weiter positiv
  • IG Metall-Bezirksleiter Friedrich: „Mit einer offensiven Tarifpolitik nah an den Betrieben und mehr Beteiligung unserer Mitglieder bei allen Entscheidungen erreichen wir die Menschen.“
  • Bei der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie sind „die Erwartungen der Beschäftigten nach mehr Geld und besseren Arbeitszeiten spürbar“.

 

Die IG Metall im Bezirk Küste hat im vergangenen Jahr einen Rekordwert bei den Neuaufnahmen erreicht. 12.959 Menschen traten 2023 der Gewerkschaft in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein bei. Damit ist die Mitgliederentwicklung weiterhin positiv. Die Zahl der Mitglieder in den Betrieben stieg um 2,5 Prozent, bei den Angestellten sogar um 10,9 Prozent. Ende vergangenen Jahres zählte die IG Metall an der Küste insgesamt 178.532 Mitglieder (+ 0,6 Prozent). 

„Das zeigt, dass unser Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und Tarifverträge attraktiv ist. Mit einer offensiven Tarifpolitik nah an den Betrieben und mehr Beteiligung unserer Mitglieder bei allen Entscheidungen erreichen wir die Menschen“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Dies gebe Rückenwind für die Aufgaben in diesem Jahr. “Wir müssen Arbeitsplätze halten, für regionale Wertschöpfung bei der Energiewende kämpfen und einen Reallohnverlust verhindern. Dies geht nur mit einer starken IG Metall vor Ort.“

 Als große Herausforderungen sieht Friedrich die industrielle Transformation und die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen an. Er freue sich, dass Northvolt nun grünes Licht für den Bau der Batteriefabrik in Heide in Schleswig-Holstein bekommen hat und dass die IG Metall mit dem Windanlagenbauer Vestas nach 123 Tagen Streik Tarifverträge erreicht hat. „Es ist wichtig, dass auch in den Zukunftsbranchen gute Arbeitsbedingungen gelten. Da werden wir nicht nachlassen und weiter aktiv Tarifverträge angehen.“ Im Norden wurden im vergangenen Jahr 20 Betriebe mehr in die Tarifbindung gebracht und rund 6000 Beschäftigte zusätzlich mit Tarifverträgen abgesichert.

Die jüngsten Demonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind ein starkes Signal der Zivilgesellschaft. „Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz, weder im Betrieb noch in der Gesellschaft. Rechtsextreme Absichten schaden uns allen. Sie liefern keine Antworten und riskieren unseren Wohlstand“, meinte Friedrich. Um den Rechtsextremen den Nährboden zu entziehen, müsse den Menschen die Zukunftsängste genommen werden. „Löhne, die ein gutes Leben ermöglichen. Gute Renten, die Altersarmut verhindern. Sichere Arbeitsplätze auch bei wirtschaftlichen Veränderungen und eine gelungene Integration neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Hier müssen Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften liefern.“

In diesem Jahr steht die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Fokus der IG Metall Küste. Die Gewerkschaft wird dazu im Frühjahr die Beschäftigten befragen und danach ihre Forderung für die Verhandlungen im Herbst aufstellen. „Die Erwartungen der Beschäftigten nach mehr Geld und besseren Arbeitszeiten sind spürbar. Unser Ziel ist, das Beste für die Beschäftigten herauszuholen“, erläuterte Friedrich.

Dass dieser Einsatz honoriert wird, zeigt die positive Langfristentwicklung bei den Mitgliederzahlen – trotz des zwischenzeitlichen Rückgangs in der Coronakrise, als es schwierig war, mit den Beschäftigten in Betrieben in Kontakt zu treten. Im Vergleich zu 2013 legte die IG Metall an der Küste bei den Berufstätigen um 7,6 Prozent und bei den Angestellten sogar um 26,2 Prozent zu. Auch die Zahl der Frauen (+ 8,5 Prozent), der Jugendlichen (+ 11,1 Prozent) und der Migrant*innen (+30,9 Prozent) stieg in den vergangenen zehn Jahren deutlich an.

Jahrespressekonferenz Bezirk Küste 2024

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Dominik Lauck

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