Standorte erhalten, Beschftigung sichern

SPD-Abgeordnete laden zum Zukunftsdialog Schiffbau in den Bundestag

(18.06.2020) Auf Einladung der SPD diskutierten Betriebsrte und weitere Vertreter der Werften zusammen mit der IG Metall Kste sowie der Politik ber die Herausforderungen der Branche.

Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Kste (li.) und Johann Saathoff, Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion fr Maritime Wirtschaft.

Der Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion fr Maritime Wirtschaft, Johann Saathoff, hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der SPD-Kstengang zu einem Zukunftsdialog in den Bundestag eingeladen.

Im direkten Austausch mit Vertretern von neun deutschen Werften und deren Betriebsratsvorsitzenden wurden aktuelle Herausforderungen der Schiffbauindustrie und die notwendigen Schritte fr den Erhalt der Standorte und insbesondere der Arbeitspltze in den Werften diskutiert. Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt die Branche vor gewaltige Herausforderungen. Den Grundstein fr die notwendigen Untersttzungsmanahmen hat die Bundesregierung bereits im Konjunkturprogramm gelegt. Darin wurde unter anderem vereinbart, dass die Frderinstrumente mit zustzlichen Mitteln in Hhe von 1 Mrd. Euro ausgestattet werden.

"Unser Ziel ist es die guten Arbeitspltze in den Werften entlang der gesamten deutschen Kste zu sichern. Die Mglichkeiten des Bundes wollen wir dazu bestmglich nutzen. Gerade die ffentliche Beschaffung kann dabei als eine Art Stabilittsanker fungieren. Daher werden wir weiter an der Optimierung der Vergabeverfahren arbeiten. Der direkte Dialog ist fr uns Parlamentarier enorm wichtig, um ein Gefhl fr die Problemlagen vor Ort zu bekommen", kommentiert Johann Saathoff die Veranstaltung.

Neben den Werftenvertretern nahmen auch zahlreiche Vertreter der IG Metall Kste an der Veranstaltung teil.

"Durch Corona sind einige Werften in massive Schwierigkeiten geraten. In den nchsten Wochen und Monaten geht es darum, Arbeitspltze und Standorte zu sichern. Fr uns heit das: Kurzarbeit mit Qualifizierungen statt Entlassungen sowie Festanstellungen statt Leiharbeit und Werkvertrge. Klar muss auch sein: Wer Frderung vom Staat bekommt, darf nicht entlassen und muss sich an Mitbestimmung und Tarife halten. Der Bund ist bei der Finanzierung gefordert und muss die Werften bei den Brgschaftsprogrammen strker bercksichtigen.

Mit vorgezogenen und zustzlichen Auftrgen sollte der Bund auerdem schnell und ohne komplizierte Vergabeverfahren fr zustzliche Arbeit auf den Werften sorgen. Auch die Zukunft des Marineschiffbaus muss endlich angegangen werden. Bislang verweigert sich die Bundesregierung einem Strategiedialog dazu", ergnzt der Bezirksleiter der IG Metall Kste Daniel Friedrich.



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