Bezirksleiter Friedrich: "Von Arbeitgebern wie Mitarbeitern viel Flexibilitt gefordert"

Belastungen für Beschäftigte durch Corona-Krise so gering wie möglich halten

(13.03.2020) Angesichts der massiven Auswirkungen fr die Beschftigten durch die Corona-Krise hat die IG Metall Kste Arbeitgeber und Politik zu einem sozialpartnerschaftlichen Handeln aufgerufen. "In dieser extremen Situation sind wir alle gemeinsam gefordert", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Kste.

"Uns geht es darum, die Belastungen fr die Beschftigten so gering wie mglich zu halten. Das erfordert von Arbeitgebern wie Mitarbeitern viel Flexibilitt. Weitreichende Regelungen zur Arbeit von Zuhause oder zur Freistellung sind zum Schutz der Beschftigten vor einer Ansteckung ntig, aber auch um die Betreuung der Kinder nach der Schlieung von Schulen und Kindergrten zu gewhrleisten", so der Gewerkschafter.

"Wenn es in der Produktion in den nchsten Wochen zu Ausfllen kommen sollte, ist die Kurzarbeit ein wichtiges Instrument", erklrte Friedrich. Mit der finanziellen Entlastung fr die Unternehmen bei der Kurzarbeit habe die Bundesregierung einen wichtigen Schritt gemacht. Wenn die Arbeit komplett ausfllt, dann htten die Beschftigten schlagartig nur noch 60 bzw. 67 Prozent ihres Netto-Einkommens. Das htte radikale negative Folgen fr die Beschftigten und die Wirtschaft. Wichtig sei daher, dass eine entsprechende Aufstockung verabredet wird. "Es ist gut, wenn der Staat die Wirtschaft untersttzt. Diese Untersttzung muss aber auch bei den Beschftigten ankommen."

Die fr Montag (16.3.) in Bremen geplanten Tarifverhandlungen fr die 140.000 Beschftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie haben Nordmetall und IG Metall Kste wegen der aktuellen Situation abgesagt. ber das weitere Vorgehen will Bezirksleiter Friedrich mit Nordmetall-Verhandlungsfhrerin Lena Strble am Montag beraten.