Zentrale Auto-Kundgebungen mit hunderten Metallerinnen und Metallern in Kiel und Oldenburg

IG Metall Küste: Etwa 15.600 Beschäftigte aus mehr als 60 Betrieben beteiligen sich an Aktionen und Warnstreiks

(12.03.2021) Im Tarifkonflikt der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie haben sich am Freitag etwa 15.600 Beschäftigte aus mehr als 60 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Allein in Schleswig-Holstein folgten etwa 10.000 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. In vielen Betrieben ruhte die Arbeit für bis zu zwei Stunden, Schichten endeten früher oder begannen später.

Metallerinnen und Metaller auf der Autokundgebung auf dem Exerzierplatz in Kiel.

In Kiel versammelten sich 360 Metallerinnen und Metaller zu einer zentralen Autokundgebung, an der sich Delegationen aus etwa 30 Unternehmen aus Kiel, Rendsburg und Unterelbe beteiligten. "Die Arbeitgeber brauchen den Druck aus den Betrieben. Anders kommt keine Bewegung in die Verhandlungen", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, auf der Kundgebung in Kiel. Die nächste Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall sei jetzt für den 18. März in Bremen vereinbart. "Dann müssen wir gemeinsam eine Grundlage schaffen, um einen Abschluss vor Ostern zu erreichen", so der Gewerkschafter.

Weiterer Schwerpunkt der Aktionen war das nordwestliche Niedersachsen, wo sich etwa 2.600 Beschäftigte aus 30 Betrieben an Warnstreiks und Aktionen beteiligten. In Oldenburg kamen 150 Metallerinnen und Metaller zu einer Autokundgebung zusammen. Dabei waren Delegationen aus etwa 25 Betrieben aus Bremen, Bremerhaven, Emden, Leer, Papenburg, Oldenburg und Wilhelmshaven. Jürgen Kerner, Hauptkassierer der IG Metall, sagte auf der Kundgebung: "Wie wichtig Solidarität und gewerkschaftliche Durchsetzungsfähigkeit sind, beweist der neue Tarifvertrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung im Airbus-Konzern: Betriebsbedingte Beendigungskündigungen sind vom Tisch. Alle Standorte bei Airbus bleiben in der Substanz gesichert. Die Ausbildungsquoten und die Übernahme bleiben gewahrt. Das Beispiel zeigt: Zukunftstarifverträge schaffen Perspektiven und bieten Alternativen zu kurzsichtigen Abbau- und Sparprogrammen der Arbeitgeber. Dafür lohnt es sich, gemeinsam zu kämpfen."

Die IG Metall Region Hamburg meldete mehrstündige Arbeitsniederlegungen bei Airbus Operations, Satys Sealing & Painting, STILL, SKF Marine sowie SPX Flow Technology in Norderstedt. Insgesamt folgten in den fünf Betrieben 3000 Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft.

In der nächsten Woche geht es am Dienstag mit einem Autokorso und Kundgebung in Hamburg mit IG Metall-Vorstand Kerner sowie Bezirksleiter Friedrich und einer Kundgebung der Airbus-Betriebe in Bremen mit dem IG Metall-Vorsitzenden Jörg Hofmann weiter.



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Heiko Messerschmidt
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