Bezirksleiter Friedrich: "Die finanziellen Interessen von Unternehmen, Banken sowie Bund und Land dürfen nicht allein der Maßstab sein"

Rettung der MV Werften: IG Metall Küste fordert, Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten in den Mittelpunkt zu stellen

(15.12.2020) Bei allen Bemühungen zur Rettung der angeschlagenen MV Werften müssen der Erhalt der Arbeitsplätze und Standorte in den Mittelpunkt gestellt werden. Das fordert die IG Metall Küste, nachdem der Finanzausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern heute unter Vorbehalt weitere Gelder für das Unternehmen freigegeben hat.

Staatskanzlei in Schwerin: Metaller und Metallerinnen nach einem Gespräch mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zu den MV Werften.

"Jedes Konzept muss daran gemessen werden, was es für Arbeitsplätze und Standorte bedeutet", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Die Sicherung und Weiterentwicklung der Standorte und Beschäftigung muss sichergestellt werden. Die finanziellen Interessen von Unternehmen, Banken sowie Bund und Land dürfen nicht allein der Maßstab sein."

"Mit dem Stopp der weiteren Planungen für die Universal-Schiffe fehlt ein direktes Zukunftskonzept. Jetzt sind Alternativen wie Projekte für die Offshore-Windindustrie oder die Marine gefordert, mit denen Perspektiven für die Standorte entwickeln werden können", so Friedrich weiter. "Da ist das Unternehmen gegenüber den Beschäftigten in der Pflicht. Auch Bund, Land und Kommunen müssen ihren Beitrag dazu leisten."

Vom Genting-Konzern erwartet die IG Metall Küste jetzt schnell verbindliche Zusagen, die den Weiterbetrieb und die Finanzierung der beiden verbleibenden Aufträge ermöglichen. "Die Geschäftsführung der MV Werften muss die Beschäftigten informieren, wie es für sie weitergeht", forderte Friedrich. "Der Schiffbau muss in Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft haben. Dafür werden wir als IG Metall Küste gemeinsam mit allen Beteiligten weiterkämpfen."



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Heiko Messerschmidt
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